Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) ist eine immunologische Störung, bei der Mastzellen übermäßig aktiviert werden und dabei große Mengen Histamin sowie weitere Botenstoffe freisetzen. Diese Vorgänge können vielfältige Beschwerden in unterschiedlichen Organsystemen hervorrufen und äußern sich meist wechselnd, schubweise und multisystemisch. Besonders häufig treten Symptome im Magen-Darm-Trakt wie Durchfall, Krämpfe, Blähungen und Übelkeit auf, was oft mit einem Reizdarmsyndrom verwechselt wird. Auch Magenübersäuerung und Brennen kommen vor. Die Haut kann mit Rötungen, Nesselsucht oder Ekzemen reagieren. Im Herz-Kreislauf-System sind Blutdruckschwankungen, Herzrasen und Palpitationen möglich. Ebenso werden häufig asthmatische Beschwerden und eine laufende Nase nach dem Essen beobachtet. Viele Betroffene leiden zudem unter starker Müdigkeit, Schlafstörungen, Migräne sowie Muskel- und Gelenkschmerzen, die fibromyalgieartig sein können. Insgesamt gestaltet sich MCAS als chronische Erkrankung mit facettenreichen Symptomen, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen können.